So auch eine Dialyse.........
Ich bin zwar erst ca. 6 Wochen dabei, aber auch bei mir sind die Dialysetage, mit ihren Abläufen eine feste "Konstante" geworden !
Seit der Dialyse geht es mir richtig gut und ich habe wieder Kraft und Motivation für alles Mögliche :-)
Aber es gibt auch mal nicht so gute Tage, oder Tage........, an denen man keine Lust hat 4 Stunden im Bett und an der Maschine zu verbringen !
Aber ich weiß, dass es gut und wichtig für mich ist...........
Anfang letzter Woche hatte ich wieder das Pech, dass meine Shuntvene para (durchstochen) gegangen ist.........
Und das hat dann, innerhalb weniger Sekunden, diese Auswirkung.........
Eine dicke, sehr stramme, schmerzende Schwellung entsteht in kürzester Zeit und man hat seeeeehr lange etwas von diesem "kleinen Unfall" !!!
Heute ist Montag........., die Schwellung ist etwas zurück gegangen, dafür ist der Arm wieder blitze-bau :-(
Und heute Nachmittag ist wieder Dialyse..........
Aber ich habe festgestellt, das man schnell "vergisst"........, wie das folgende Beispiel beweist.
Ich werde angeschlossen, an die....
Geniusdialyse
Bei der üblichen Hämodialyse werden 100-150 Liter Dialysat kontinuierlich aus Reinwasser und konzentrierten Salzlösungen für die Verwendung im Dialysator hergestellt und nach Gebrauch entsorgt. Das Reinwasser muss dabei möglichst salz- und keimarm sein. Bei der Geniusdialyse mit einer so genannten Tankniere werden 90 Liter Dialysat in einem Tank der Maschine gespeichert und im Verlaufe der 4-5 stündigen Dialyse benutzt und von unten wieder in den Tank zurückgeleitet. Im Gegensatz zu früheren Tanknieren kommt es bei der Genius-Dialyse durch die Unterschichtung des benützten Dialysates nicht zu einer Durchmischung von verbrauchten und unverbrauchten Dialysat. Solche Dialysat-Tankverfahren erübrigen lange Reinwasserzuleitungen und Abflüsse an jedem Dialysebett. Da im Dialysat vorhandene Keime durch UV - Bestrahlung im Geniusdialysegerät weitestgehend abgetötet werden, bietet dieses Verfahren die beste Dialysatqualität. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Vorteile für die Patienten.
Dieses Dialysat wird vor Beginn der Dialyse auf 39, 5 Grad erwärmt, was ich als sehr angenehm empfinde, da ich schnell friere.
Ungefähr 1 Stunde vor Dialyseende kühlt das Dialysat runter...... und mein Blutdruck kämpft gegen diesen Wärmeverlust an........ und ich fange unglaublich an zu frieren !!!!
Da helfen keine Decken oder andere Dinge........... ! Dieses extreme Frieren kommt von innen.......
So sitze ich häufig in meinem Bett, eine warme Decke bis zum Kinn gezogen und schlottere nicht nur mit den Knien, sondern mit dem gesamten Körper..... und das eine knappe Stunde lang !!!!!
Doch werde ich nach meiner Dialysezeit abgenommen, reguliert mein Körper sich sehr schnell wieder !
Das Frieren verschwindet......... und die Erinnerung daran auch :-)
Und so ist es mit anderen Dingen auch......... Man lässt sich jedes mal punktieren, nimmt ein Durchstechen der Vene relativ gelassen, man sieht wie bei anderen Patienen beim "abdrücken" nach der Dialyse das Blut läuft, das Selbe sieht man unter Umständen bei sich selbst........ und viele andere Dinge !
Und doch passiert das Eigenartige........., ich verlasse die Dialysestation......... und vergesse es !
Ich habe für mich einen Weg gefunden die Dialysezeit mit all seinen Ereignissen (mal mehr.... mal weniger), in der Klinik zu lassen :-)
Ich erzähle sowieso (außer meiner Freundin) nichts und Niemanden von der Dialyse ! Das liegt aber auch daran, dass mich Niemand etwas fragt............. und eigentlich bin ich froh darüber !!!!!
