Und folgende Informationen habe ich für mich.......... und euch gesammelt !
In Hannover sind zur Zeit 703 Patienten gelistet, von denen 59 Patienten älter als 65 Jahre alt sind.
Die Wartezeit auf eine neue Niere beträgt im Durchschnitt 8 bis 9 Jahre............
Außer man/frau hat das Glück und ein "Fullhouse" beim Crossmatch, was immerhin in 16% der Fälle eintrifft !!!
In dem Fall spielt die Wartezeit keine Rolle, da es sich um eine 100% Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger handelt.
Dieser Fall wurde unter dem Tagespunkt "Warteliste für Nierentransplantation" auch der "Wer passt zu mir"? Fall genannt.
Wie ich finde, immerhin eine 16% Chance auf eine schnelle Transplantation...............
Unter dem Tagespunkt "Was passiert, wenn das Nieren-Transplantat versagt?" habe ich folgendes mit geschrieben : Es gibt das frühe und das späte Nierenversagen.
Gründe des frühen Versagens sind : operative Komplikationen, eine nicht seltene akute Abstoßung des Transplantats, eine akute Infektion, eine nicht so gute Organqualität, fehlende Erholung des Transplantats und Nebenwirkung durch Medikamente.
Gründe des späten Versagens sind : chronische (akute) Abstoßung, chronisch wiederkehrende Infektionen z.B. Harnwegsinfekte, Bluthochdruck, Diabetes mellitus (nach TX durch Medikamente) und der Alterungsprozess des Transplantats.
Wenn dann nach auftreten von Komplikationen, die Nierentätigkeit auf 10% sinkt, muss wieder dialysiert und neu gelistet werden.
Ich hatte mir vom Tagesordnungspunkt 3 "Kann man Zystennieren mit Medikamenten behandeln?" eine Menge erhofft.............
Zuerst wurde erklärt, wodurch diese Zysten entstehen, nämlich durch die Erweiterung der Harnkanäle, verursacht durch einen Gendefekt. Es wurden schon Tierversuche (Mäuse) gemacht, mit einem Medikament zur Hemmung von mTor, was aber nur Auswirkung auf das Nierenwachstum hat..........., nicht auf den Defekt ! Es laufen wohl schon Studien an Menschen, aber Behandlungserfolge durch dieses Medikament, sind nicht eindeutig ! Außerdem sollen diese Versuchsmedikamente noch eine Menge Nebenwirkungen haben !
"Zystennieren aus chirugischer Sicht" war ein weiterer, interessanter Tagespunkt für mich.
Darin ging es um Operationsmethoden und die Frage, belässt man die Zystennieren bei der Transplantation im Körper ?
Das ist wohl von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich...........
In der MHHannover werden die Zystennieren ca. 3 Monate nach gelungener Transplantation entfernt. Zum einen aus Platzgründen, zum anderen weil das Risiko von Tumorbildung an diesen Zysten gegeben ist. Selbst die Länge der gekappten Harnleiter werden von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich diskutiert.
An hand von Folien wurde sehr gut erklärt, das es Sinn macht, die Harnleiter möglichst lang zu lassen.
Ein weiteres Thema war "Hautveränderungen nach Nierentransplantation".
Durch das herrunter gefahrene Immunsysten kann es zu verschiedenen Warzenbildungen kommen, wie z.B. vulgäre Warzen, plane Warzen und Plantarwarzen unter den Füßen an der Hornhaut. Weiterhin kann es zu einer Gürtelrose und verschiedene Fusspilzinfektionen kommen.
All diese Erkrankungen müssen behandelt werden, sonst kann es am ganzen Körper zu schweren Krankheitsbildern führen !
Außerdem droht verstärkt die Gefahr für weißen Haukrebs........., das Risiko zu erkranken, ist um das 65 bis 250 fache durch die Immunsuppressiva erhöht !!!
Der 7te und letzte Tagesordnungpunkt hieß "Alte Wege neu gegangen - Toleranz in der Transplantation".
Eine operationale Toleranz wird angenommen, wenn ein Transplantat ohne permanente Immunsuppression ber Erhalt der normalen Immunkompetenz gegen andere Antigene langfristig überlebt.
Genau diese Toleranz soll zukünftig in der MHH zu einer neuen Forschungsreihe werden.
Außerdem wurde von Überlegungen gesprochen ein Teil des Immunsystems (Knochenmark) mit zu transplantieren, um vielleicht irgendwann in weiter Zukunft auf Immunsuppression zu verzichten............. !?
Alles in Allem war diese Patientenkonferenz wieder hoch interessant, aber das gehörte muss auch erstmal wieder verarbeitet werden.
Aber wie hat einer der Ärzte gesagt : "Ein informierter Patient ist ein guter Patient"!
Es können schon echt gemeine Dinge nach so einer Transplantation geschehen.........., aber wenn ich weiß was passieren kann............. und es passiert dann, kann ich bestimmt besser damit umgehen.

1 Kommentare:
Interessant... und ich wünsche dir weiter alles Gute.
Was macht die Häuschen-Suche?
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