Montag, 31. Januar 2011

Neuregelung der Organspende

Steinmeiers Nierenspende an seine Frau, scheint etwas zu bewegen............!?
Dadurch rückt das Thema Organspende auch endlich wieder mehr in die Öffentlichkeit und wird in vielen Schichten diskutiert, was " der Sache " nicht schaden kann !

Es handelt sich ja bei dem folgenden Beitrag, den ich wieder im Internet gefunden habe, nicht um eine neue Idee........ und das Rad wird dadurch auch nicht neu erfunden, aber Inhaltlich ist es auf den Punkt gebracht und schon längst überfällig..........

Führerscheine und Personalausweise könnten künftig über die Organspendebereitschaft der Bürger Auskunft geben. SPD und CDU schlagen vor, dass jeder bei der Ausgabe dieser Dokumente um eine Entscheidung für oder gegen eine mögliche Organspende gebeten werden soll. Dieser Vorstoß der Fraktionsvorsitzenden kommt nun in einer Expertenanhörung des Gesundheitsausschusses auf den Prüfstand. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte dem Tagesspiegel am Sonntag, der Staat dürfe seine Bürger 'einmal im Leben mit dieser Frage konfrontieren'. Es solle aber 'niemand zu einer Entscheidung gezwungen' werden. Die Willensbekundung in Ausweis oder Führerschein könnte auch wieder geändert werden. 'Ich bin zuversichtlich, dass das schnell gehen kann. Denn wir sind uns im Ziel weitgehend einig', sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der im vergangenen Jahr seiner Frau eine Niere gespendet hatte der Bild. Steinmeier hatte seine Kollegen aller Bundestagsfraktionen eingeladen, um den Vorstoß für mehr Spenderorgane abzustimmen.
(www.sueddeutsche.de)

Meiner Meinung nach, kommt es auf die Ausführung an.........

Ich finde folgende Vorstellung ganz grausam : Ich komme als ganz normaler Bürger ins Ordnungs / Bürgeramt und möchte z.B. meinen neuen Personalausweis abholen. Plötzlich fängt der Beamte, der mir mein Dokument aushändigen soll, an mir eine völlig emotionslose und nicht hinter der Sache stehende "Predigt" zum Thema Organspende zu halten.......
Da frage ich mich doch, mit welchen guten Argumenten, will mich dieser "Unwissende" überzeugen !? Für Jemanden der sich noch nie mit dem Thema Organspende auseinander gesetzt hat, eine äußerst unangenehme Situation, unter der man/frau sich schnell unter Druck gesetzt fühlen kann...........

Es gibt aber auch eine positive Vorstellung : Unglaublich viele informierte und interessierte Menschen sind bereit einen Organspendeausweis aus zu füllen, wissen aber nicht, wo sie einen bekommen können. Genau für diese Personen wäre so ein Amt und und die beschriebene Situation eine gute Möglichkeit.

Das Thema Organspende muss dem Gegenüber sensibel näher gebracht werden................. und das bedarf Zeit !
Denn eventuelle Fragen müssen mit fundiertem Wissen erklärt und beantwortet werden.................Vielleicht muss auch die ein- oder andere Angst oder Scheu vor dem Thema Organspende genommen werden.

Letztendlich ist die Idee ein Schritt in die richtige Richtung............., doch Endlösung sollte meiner Meinung nach, die Widerspruchsregelung sein !
(Die Widerspruchsregelung bezeichnet eine Regelung, welche die Organspende rechtlich regelt: jeder kann Organspender werden, der sich nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat.)

Das wäre Nägel mit Köpfen machen.............
Denn erst dann, muss sich unsere Gesellschaft ernsthaft Gedanken zum Thema Organspende machen.............. und Stellung beziehen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Haben Sie wirklich das Gefühl, dass umfassend aufgeklärt wird? Wie gern würde ich hier auch etwas über die kontroverse Seite des Hirntods lesen. Denn auch die wird von Ärzten und in den Bildungsmedien geführt, die ganzen letzten Monate schon.

Ich bin selber aus einer Zystennierenfamilie, ich weiß also, dass man auch in dieser Situation sehr offen über die kritische Seite des Hirntods reden kann. Leider finde ich das in Ihrem Blog hier nicht. Wenn Sie für die Widerspruchslösung sind, dann sollten sie auch für eine wirkliche Aufklärung sein.
Haben Sie in den öffentlichen Aufklärungen zur Organspende mal etwas Negatives dazu gefunden? Nirgendwo wird erwähnt, dass es durchaus andere Meinungen und sogar medizinische Belege in der Ärzteschaft gibt. Dies wird auch bei Ihnen nicht erwähnt.
Sollten Sie also den Anspruch haben, umfassende Aufklärung zum Thema Organspende zu betreiben, dann nehmen Sie doch bitte auch die kontroverse Seite einmal unter die Lupe.
Viele Grüße,
ein selbst Betroffener.

Stephanie hat gesagt…

Eventuell ist es an der Zeit, die Hirntod-Debatte erneut zu führen. Wenn ich mir Seiten wie diese hier http://www.organspendekampagne.de/ ansehe, werde ich allerdings wütend. Denn auch hier erfolgt keine Aufklärung darüber, was der Hirntod eigentlich ist.
Fakt ist aber, dass es - sobald im Hirn genügend Bereiche abgestorben sind - keine Rückkehr ins normale Leben mehr geben kann. Da können die Gegner der Organspende noch so sehr argumentieren, dass der Tod eventuell noch nicht stattgefunden hat. Für mich ist das ein wichtiger Grund, weiterhin einen Organspendeausweis mit mir zu führen. Und darauf zu hoffen, eine Organspende zu bekommen, wenn ich sie brauche.